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BLOG

Ist Ihr Dentallabor für 2023 gerüstet? Und für 2030?

Lee Culp

CDT, CEO

Sculpture Studios, USA

Es ist schon eine Weile her, dass Ihr Labor auf Digitaltechnologie umgestellt hat. Sind Ihre Lösungen auf dem neuesten Stand? Der weltweit renommierte Labortechniker Lee Culp untersucht die aktuelle Situation in Dentallaboren und wirft einen Blick darauf, welche Fähigkeiten und Werkzeuge Sie heute und in Zukunft benötigen, um immer wettbewerbsfähig zu bleiben.

Anfang dieses Jahres wurde ich eingeladen, einen Vortrag an der Academy of Prosthodontics zu halten. Die Vorbereitung des Vortrags hat mich dazu angeregt, über die Vergangenheit meines eigenen Labors und meine Zukunft im Zusammenhang mit der digitalen Zahnheilkunde nachzudenken.

Rückblickend stellte ich fest, dass mein Labor und ich nun schon seit über 22 Jahren fast ausschließlich digital arbeiten. Tatsächlich gilt unser Labor als eines der allerersten digitalen Labore der Welt.

Um vorhersagen zu können, wie sich die Branche in der Zukunft weiterentwickeln wird, lassen Sie uns zuerst einen Blick auf die Gegenwart werfen und dann überlegen, was Labore meiner Meinung nach brauchen, um sich auf morgen vorzubereiten.

CAD-CAM-Software

Es ist offensichtlich, dass sich die CAD-CAM-Software in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt hat.

Die Software hat sich so weit verbessert, dass wir nun auch umfangreiche Fälle leichter bearbeiten und komplexe Arbeiten erledigen können. Ich denke, dass wir vor allem in den letzten fünf Jahren große Verbesserungen bei der Benutzerfreundlichkeit und den Funktionen der Software erlebt haben.

Zahntechniker haben auch viel mehr Erfahrung beispielsweise beim Entwerfen von Indikationen wie Vollprothesen. Ich glaube, dass die Software so effizient geworden ist, dass künftige Verbesserungen nicht mehr nur durch Softwareentwicklung, sondern gleichermaßen durch neue Materialien angetrieben werden.

Die Möglichkeit, z. B. herausnehmbare Prothesen sowohl durch Fräsen als auch Drucken zu fertigen, wird viel wichtiger sein.

Wir werden große Veränderungen bei der Entwicklung und Integration zwischen Software und Materialien erleben.

Werden Labore in Zukunft neue Geräte benötigen? Laborscanner?

Ein weiterer enormer Wandel, den ich im Laufe der Jahre beobachtet habe, betrifft Laborscanner. Die Geschwindigkeit, die Genauigkeit - all dies hat unsere Arbeitsabläufe stark optimiert.

Die Geschwindigkeit der Laborscanner ist im Vergleich zu der vor 20 Jahren einfach unglaublich. Wir haben einen 3Shape E3 Scanner, der sehr schnell ist.

Interessant ist, dass Scanner, wie die der E-Serie keine Tür haben. Man setzt einfach das Modell ein. Ich habe mich immer gefragt, warum ein Scanner überhaupt eine Tür haben muss, denn allein die Tatsache, dass wir keine Tür öffnen müssen, spart uns Zeit. Im Labor zählt jede Sekunde.

Die Zeit, die für die Erstellung einer digitalen Datei oder das Öffnen der Tür eines Scanners aufgewendet wird, könnte für andere Aufgaben genutzt werden. Daher ist alles großartig, was Zeit spart, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Ich bin für Geschwindigkeit.

Warum Sie eine Laborverwaltungssoftware benötigen

Für die Produktivität des Labors und Effizienz seiner Arbeitsabläufe sind auch Softwareanwendungen für das Labormanagement von großer Bedeutung.

Zu Beginn meiner Karriere war mein Labor klein und konzentrierte sich auf künstlerische Restaurationen, wie es heute viele junge Zahntechniker tun. Das ist keine schlechte Sache, ich meine das nicht in negativem Sinne.

Aber ich möchte die jüngeren Zahntechniker, die sich für das künstlerische Aspekt des Dentaldesigns interessieren, dazu ermutigen, daran zu denken, dass sie ein Geschäft haben.

Eines Tages werden Sie aufwachen und sich fragen: Wie verdienen wir Geld?

Als ich anfing, hätte ich nie gedacht, dass ich einmal Teil eines großen Labors sein würde. Ich würde nie in die große Produktion einsteigen. Ich würde nie dieses und jenes tun. Aber alles, was ich als junger kreativer Techniker gehasst habe, machen wir jetzt, aber wir leisten Arbeit auf unglaublich hohem Niveau und können immer noch einen einzelnen Schneidezahn perfekt anpassen.

Um Ihr Unternehmen zu entwickeln und vor allem zu verwalten, brauchen Sie ein Labormanagementsystem (LMS). Mit meinem LMS kann ich alles machen, von Rückrufen, Retention, Finanzmessungen, Produktionsmessungen, Auftragsverfolgung und vieles mehr. Und ich mache das alles von meinem Telefon aus.

Das ist ein Muss. Und als Zahntechniker oder Laborinhaber sollten Sie sich ein solches System zulegen, denn Ihr Labor wird wachsen, glauben Sie mir. Das ist unbezahlbar, alle Daten immer verfügbar zu haben. Wie ich schon gesagt habe, sind meine Messungen auf meinem Telefon und ich kann alle finanziellen Produktionsmessungen jederzeit überprüfen und alle Prozesse kontrollieren.

Schützen Sie Ihr Unternehmen mit einem Servicevertrag

Wenn wir schon über die Effizienz eines Labors sprechen, sollten Sie auch daran denken, Ihre Investitionen durch einen Servicevertrag zu sichern.

Wenn Sie ein größeres Labor sind, dann haben Sie wahrscheinlich bereits so einen Vertrag abgeschlossen. Aber die kleineren Labore denken daran gar nicht oder halten dies für Geldverschwendung oder es ist für sie zu teuer. Glauben Sie mir, Sie müssen Ihre Lösungen mit einem Servicevertrag absichern.

Genau wie die Verwaltungssoftware ist er etwas, das Sie unbedingt haben müssen.

Wenn Sie wettbewerbsfähig bleiben wollen, stellen Sie sicher, dass Sie abgesichert sind. Sie können Ihre Produktion nicht für einige Wochen einstellen, weil etwas repariert werden muss.

Mehr Relevanz für Ihr Labor jetzt und auch in Zukunft

Wie bereits erwähnt, wird sich die Software weiterentwickeln. Was wir aber in der Zwischenzeit tun können, ist die Art und Weise zu ändern, wie wir sie anwenden.

Wenn Sie z. B. lernen, die Software nicht nur für das Design sondern auch für die Diagnostik einzusetzen, können sich für Ihr Dentallabor ganz neue Möglichkeiten und Einnahmequellen eröffnen. Ich weiß das, denn genau das ist in meinem Labor passiert.

Wir verwenden Implant Studio, Dental Designer und das Ortho-Modul von 3Shape. Und anstatt diese Softwaremodule ausschließlich für Designarbeiten anzuwenden, setzen wir sie auch zur Diagnose ein.

Als Labortechniker sind wir darauf trainiert, auf diese Schaltfläche zu klicken, um eine Krone zu entwerfen, auf diese Schaltfläche, um eine Brücke zu modellieren, und auf diese Schaltfläche, um eine Prothese herzustellen. Es ist ein sehr leistungsstarkes Werkzeug, aber es gibt noch so viel mehr, was Sie mit der Software machen können.

Mit all diesen Softwaremodulen können wir hervorragende Ergebnisse bei der chirurgischen, kieferorthopädischen oder prothetischen Diagnose erzielen. Und das ist es, was heute einen Großteil meiner Laborarbeit ausmacht. Die Hälfte unserer Arbeit wird jetzt für Chirurgie gemacht. Wir bieten Dienstleistungen, die im Grunde jedes andere Labor auch machen könnte, aber sie müssen diese Funktionen erst erforschen.

In meinem Labor führen wir keine kieferorthopädischen Arbeiten durch, aber wir verwenden das Ortho-Modul, um Zahnbewegungen zu simulieren und den Patienten verschiedene Behandlungsergebnisse zu präsentieren. Wir verwenden Implant Studio für die Perio Diagnostik genauso oft wie für die Implantatsplanung.

Ich bin davon überzeugt, um in Zukunft überleben zu können, müssen Labore wissen, dass es viele andere Möglichkeiten gibt, ihre Kunden zu unterstützen, außer nur einen Knopf zu drücken, um eine Krone zu entwerfen.

Wenn Sie einen digitalen TRIOS-Abdruck und einen CT-Scan haben, können Sie mit diesen beiden Datensätzen und der Software alles machen, was Sie sich nur vorstellen können.

Aber das Wichtigste ist, dass Sie eine gute Ausbildung haben. Sie müssen solides Wissen im Bereich Kieferorthopädie und Perio-Diagnostik, restaurative Indikationen und Implantation haben. Sie brauchen also erstmal eine gute Ausbildung. Und als Labortechniker haben Sie glücklicherweise die Möglichkeit, diese Art von Wissen zu erwerben.

Vor kurzem haben wir mit Dr. John Cranham, dem ehemaligen klinischen Direktor der Dawson Academy, eine neue digitale Gruppe gegründet. Eines unserer Ziele ist es, Zahnärzten zu zeigen, wie sie Laborsoftware nutzen können, um schnell eine Patientendiagnose durchzuführen. Auf diese Weise können sie ihren Patienten eine Diagnose zeigen, während dieser noch im Behandlungsstuhl sitzt. Erfahren Sie mehr über die Gruppe unter: ccdigitaldental.com.

Eine neue Einnahmequelle für Ihr Dentallabor

Es gibt keinen Grund, warum Ihr Labor diese Art von diagnostischem Einblick nicht anbieten sollte.

In der älteren analogen Welt hätte es einige Wochen gedauert, diese Dienstleistung oder diesen Einblick bereitzustellen. Wenn der Zahnarzt heute über die Laborsoftware und/oder einen Techniker verfügt, können wir ihn darin schulen, digitale Abdrücke digital einzuartikulieren, dem Patienten die funktionellen ästhetischen Probleme zu zeigen und sehr schnell eine Behandlung vorzuschlagen. Es dauert nichtmals mehr zwei Wochen. Der Patient sitzt noch im Behandlungsstuhl.

Aber wenn Sie diesen Service erfolgreich in Ihrem Labor integrieren möchten, brauchen Sie ein paar Dinge. Erstens, und das ist das Wichtigste, Sie brauchen das Wissen. Zweitens müssen Sie in der Lage sein, diese Art von Dienstleistung zu vermarkten. Das ist eine Herausforderung .

Sie müssen Ihre Zahnärzte darüber informieren, dass Sie nun einen absolut neuen Service anbieten können.

Was also Ihre Zukunft und die Zukunft Ihres Dentallabors angeht, so sollten Sie lernen, mit der Software umzugehen, und dann Ihre Kunden unter den Zahnärzten darauf aufmerksam machen, dass Sie diagnostische Dienstleistungen anbieten.

Unser Labor hat dadurch einen Wachstumsschub erlebt.

Wir können unseren Kunden komplette Pakete anbieten: Diagnostik, Ausgangssituationsanalyse, Implantationsplanung, Design der Restaurationen und natürlich die endgültigen Ergebnisse.

Wir machen alles, und das Beste daran ist, dass wir digital arbeiten und unseren Kunden und Patienten die Endergebnisse genau präsentieren können, bevor wir mit der Behandlung überhaupt anfangen. Es ist beeindruckend!

Wie werden die Labore in 5-10 Jahren aussehen?

Nun, da wir alles eingerichtet haben, lassen Sie uns über die Zukunft sprechen. Ich denke, dass viel mehr künstliche Intelligenz (KI) Einzug in unserem Alltag halten wird. Es ist merkwürdig. Alle reden über KI, aber vor 20 Jahren profitierten wir schon von Designvorschlägen für automatische Kronen.

Die Leute, die sich darauf freuen, einen Knopf drücken und eine Krone bekommen zu können, sind zu jung, um sich an die alte Software zu erinnern. Das heißt nicht, dass sich die Lösungen in Bezug auf Vorhersehbarkeit und Genauigkeit im Laufe der Jahre nicht sprunghaft weiterentwickelt haben.

Aber wir werden immer noch Techniker brauchen, um diese fertig zu stellen. In meinem Full-Service-Digitallabor brauche ich immer noch Menschen, die am Ende etwas abschneiden, zentrieren, glasieren und fertigstellen.

Ich denke also, dass in Zukunft immer weniger Designs manuell erstellt werden, und dass unsere Zukunft, wie bereits erwähnt, in hohem Maße von den Entwicklungen bei Materialien abhängen wird.

Die KI wird in Zukunft die schwere Arbeit übernehmen.

Jetzt müssen wir als Labortechniker immer daran denken, dass wir ein Unternehmen sind. Nutzen Sie also ein LMS, sichern Sie Ihre Soft- und Hardwarelösungen mit einem Servicevertrag ab, und lernen Sie, Ihren Kunden neue Dienstleistungen wie Diagnostik anzubieten. Ich weiß das, weil es für mein Labor funktioniert hat.

Von Anfang an, vor 22 Jahren, war ich der Meinung, dass die Menschen die digitale Technik oder CAD-CAM nur als Mittel zur Herstellung von Gegenständen betrachten, und so ist es auch. Aber in Wirklichkeit ist es jedoch viel mehr als das. Design und Produktion sind nur zwei von vielen Komponenten unter dem digitalen Dach.


Mit 3Shape Dental System steigern Sie Ihre Produktivität im CAD-Design

Über Lee Culp, CDT

Lee Culp

CDT, CEO

Sculpture Studios, USA

Lee Culp, CDT ist der Geschäftsführer von Sculpture Studios, einem Dentallabor, Forschungs- und Produktentwicklungszentrum für neue und innovative digitale Technologien im Bereich Diagnostik, Dentalchirurgie und Prothetik.

Er ist ein führender Antreiber/Erfinder für viele der heute in der Zahnmedizin verwendeten Materialien, Produkte und Techniken, besitzt zahlreiche Patente für seine Ideen und Produkte und veröffentlicht viele Artikel pro Jahr. Durch seine Veröffentlichungen, klinischen Fotos und seinen Lehrstil erlangte er internationale Anerkennung als einer der interessantesten Referenten und innovativsten Handwerker im Bereich digitale Zahnmedizin, Dentalkeramik und funktionale Ästhetik.

Lee ist ein begeisterter Autor und Verfasser von acht zahnmedizinischen Lehrbüchern, darunter ein Kapitel in Dr. Peter Dawsons Buch Functional Occlusion: From TMJ to Smile Design. Vom TMG zum Smile Design.